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Die Sache mit der KPU

Kryptopyrrolurie kurz KPU soll eine Stoffwechselbesonderheit bzw. eine Erbkrankheit sein, die bei ca. 40% aller Pferde auftritt.

 

KPU wird über eine Urintest nachgewiesen und es ist heute zutiefst umstritten, das die "Krankheit" überhaut Existiert. Aber warum ist das das so? 

Kryptopyrrolurie Test KPU / HPU

Amys KPU Test

Der Ursprung der KPU Erkrankung soll der nicht ordnungsgemäße Abbau bzw. die Spaltung von Pyrrol sein. Dabei bildet sich ein Komplex aus Pyrrole, Vitamin B6 und Zink, der dann über den Urin ausgeschieden wird. Der Abbau von Pyrrol erfolgt im gesunden Stoffwechsel allerdings über die Leber. Der Abbau von Pyrrol ist also abhängig von einer Funktionsfähigen und gesunden Leber. Das bedeutet, dass bei einer KPU typischen Symptomatik eine nicht funktionsfähige Leber Voraussetzung ist.

 

Eine Funktionsstörung der Leber hat meistens auch einen geschädigten Darm zur Folge, wodurch die Vitamin B6 Synthese gestört wird. Es kommt hier ebenfalls zu einem Mangel.

Besteht also eine Überbelastung, aufgrund einer zu hohen Aufnahme von Giftstoffen (Schimmel im Heu, Giftpflanzen, Zusatzstoffe im Futter, ect.) ist die Leber nicht mehr im Stande alles ordnungsgemäß abzubauen und ein Teil der zu entgiftenden Stoffe wird über Komplexbildung wasserlöslich gemacht, um die Leber zu entlasten und über die Niere ausgeschieden werden zu können. Wir finden also Pyrrol im Urin.

Mit der Fütterung geht es grade weiter. Bei vielen Pferden besteht nachweislich ein Zinkmangel, der seinen Auslöser in der heutigen Pferdeernährung hat. Zink und B6 stehen in direktem Zusammenhang, da Zink zur Umwandlung von B6 notwendig ist und dieses somit für den Körper überhaut nutzbar zu machen. Haben wir also einen Zinkmangel, besteht auch zwangsläufig ein Mangel an verfügbarem B6. 

 

Die große Preisfrage, die man sich jetzt stellen muss ist:

Leidet das betroffene Pferd unter KPU oder nicht doch eher unter einem Zinkmangel und Leberproblemen? Also die berühmte Frage, was zu erst da war: Das Huhn oder das Ei.

 

Die Symptome für einen Zinkmangel und KPU sind exakt die selben:

Hufprobleme, Juckreiz, Neigung zu Ekzemen, Mauke, Schuppenbildung, Koliken, Kotwasser, Atemwegsbeschwerden, schlechte Wundheilung und Haarausfall.

Auch interessant ist, das laut Studien, selbst wenn ein Pyrrol-Vitamin-B6-Zink-Komplex ausgeschieden wird, das keinen Mangel auslösen kann! Dieser muss also bereits vorher vorhanden gewesen sein.

 Also besteht hier also keine eigenständige "Krankheit" sondern lediglich ein chronischer Mineralstoffmangel. Dies zeigt sich auch deutlich daran, dass sobald man vermeintlich KPU erkrankten Pferden Zink zufüttert, die Leber entgiftet und den Darm wieder aufbaut, die Symptome fast sofort verschwinden.

Und ja auch bei Amy war dies der Fall.

 

Demnach handelt es sich bei KPU nicht um eine Krankheit oder gar einen Gendefekt sondern ist genauso wenig eine eingeständige Krankheit wie Skorbut. Es ist lediglich die Aufzählung von Mangelerscheinungen und Symptome einer kollabierte Entgiftung.

 

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